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Mit ihrer Zusage, die
Willi-Graf-Ausstellung zu eröffnen, haben der bischöfliche Generalvikar Dr.
Georg Holkenbrink, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und Frau Dr.
h. c. Anneliese Knoop-Graf, die 86jährige Schwester von Willi Graf, den
Schülerinnen und Schülern der Willi-Graf-Realschule eine besondere Wertschätzung
ihres Engagements entgegengebracht.
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Anlass des Projektes war
zunächst die Willi-Graf-Ausstellung der Schule, die dringend neu gestaltet und
neuen Sehgewohnheiten angepasst werden musste. Bildmaterial wurde
zusammengetragen, darunter auch private Fotos von Willi Graf, die seine beiden
Schwestern Mathilde und Anneliese dankenswerterweise den Willi-Graf-Schulen in
Saarbrücken zur Verfügung gestellt haben. In Gruppen wurden dann Vorschläge zum
Inhalt und der Form der Bildtafeln diskutiert. Schulleiterin Helene Neis:
„Besonders beeindruckt war ich von der Teamfähigkeit der Jugendlichen, die sich
auch sehr positiv auf den Unterricht ausgewirkt hat.“ Der lange Atem der
Schülerinnen und Schüler ist bewundernswert. An Samstagen haben sie bei ihrer
Arbeit am Projekt die Zeit vergessen und sind meist bis abends dageblieben, um
ihren Texten noch den letzten Schliff zu geben. Frau Susanne Schmidt vom
Adolf-Bender-Zentrum hat die Projektgruppe fachlich beraten, etwa bei der
Erstellung des Layouts. Durch die gemeinsamen Nachmittage ist die Gruppe immer
enger zusammengewachsen. Besondere Freude fanden Marie und Sarah daran, dass
ihre Schulleiterin ihnen persönlich den Kaffee gekocht und sie mit Schokolade
gestärkt hat. Sebastian resümiert: „Wir haben uns mit verschiedenen Aspekten des
Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Wichtig war uns zu ergründen, warum
junge Menschen wie Willi Graf und seine Freunde ihr Leben geopfert haben für die
Freiheit der anderen.“ Der heutige Bezug zur rechtsradikalen Szene hat ein vom
Adolf-Bender –Zentrum gedrehter Film „Falsche Freunde“ hergestellt und der Film
„Faustrecht“ animierte die Schüler über Zivilcourage nachzudenken.
Selbstverständlich standen auch die Produktionen „Die Weiße Rose“ und „Sophie
Scholl – die letzten Tage“ auf dem Programm. Den Anderen, den Fremden kennen zu
lernen, damit sich Auschwitz nicht mehr wiederholen kann. Das war die Devise,
sich mit der jüdischen Gemeinde von Saarbrücken damals und heute zu beschäftigen.
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Noch ist das Projekt nicht
abgeschlossen, denn geplant ist eine Wanderausstellung mit audio-visuellen
Medien. „Zum Abschluss wollen wir eine Fahrt zur Willi-Graf-Ausstellung nach
München machen, wenn es die Zeit noch zulässt. Immerhin stehen die Schülerinnen
und Schüler kurz vor ihren Abschlussprüfungen“, sagt Helene Neis. Dieses Bonbon
würde sie den Jugendlichen gerne noch ermöglichen, denn die meisten haben sich
zusätzlich noch in anderen Projekten der Schule engagiert, z.B. in Konzerten, in
einem Hörspiel, in einem selbst gedrehten Film, in Wettbewerben usw. Die
Schulleiterin hat bereits Kontakte zum Willi-Graf-Gymnasium in München geknüpft,
um den Schülern eine Übernachtung zu ermöglichen.
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