{"id":547,"date":"2015-03-22T12:49:51","date_gmt":"2015-03-22T11:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.willi-graf-schulen.de\/realschule\/2015\/03\/22\/holocaustgedenktag\/"},"modified":"2015-03-22T12:49:51","modified_gmt":"2015-03-22T11:49:51","slug":"holocaustgedenktag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.willi-graf-schulen.de\/realschule\/holocaustgedenktag\/","title":{"rendered":"Holocaustgedenktag"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"line-height: 150%; margin: 0.05cm 0.61cm 0.05cm 0.04cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium; color: #800000;\"><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-546\" style=\"margin: 5px; vertical-align: top;\" src=\"https:\/\/www.willi-graf-schulen.de\/realschule\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/03\/holocaust_201522.jpg\" width=\"150\" border=\"0\" srcset=\"https:\/\/www.willi-graf-schulen.de\/realschule\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/03\/holocaust_201522.jpg 648w, https:\/\/www.willi-graf-schulen.de\/realschule\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/03\/holocaust_201522-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"line-height: 150%; margin: 0.05cm 0.61cm 0.05cm 0.04cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium; color: #800000;\">Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Abschlussklassen der Willi-Graf-Realschule lesen gegen das Vergessen<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium; color: #800000;\"><span style=\"font-size: small;\">Holocaustgedenktag am 27. Januar 2015<\/span><\/p>\n<p><\/span><\/h2>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bbDie Kirche im Nationalsozialismus\u00ab steht auf dem Lehrplan der Klassenstufe 10. Diskutiert wird \u00fcber das Reichskonkordat, die Enzyklika \u00bbMit brennender Sorge\u00ab von Papst Pius XI, die zum offenen Kirchenkampf f\u00fchrte, \u00fcber die Schauprozesse gegen Geistliche, die Deutschen Christen auf protestantischer Seite und den Widerstand der Bekennenden Kirche, die Judenfeindlichkeit, die in die Judenverfolgung und schlie\u00dflich in die Vernichtung von 6 Millionen Juden f\u00fchrte. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben sich mit dem Schicksal der saarl\u00e4ndischen Juden befasst und mit dem II. Vatikanischen Konzil, das auch eine Neubestimmung des Verh\u00e4ltnisses der Gro\u00dfkirche zu den Juden bringen sollte. Beeindruckend finden sie die an die Juden gerichteten Worte von Papst Johannes XXIII: \u00bbIch bin Joseph, euer Bruder!\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">Prof. Herbert Jochum ist fast zwei Jahrzehnte Mitorganisator der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Veranstaltung \u201eKlangstele\u201c im Saarland zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In vielen Begegnungen erl\u00e4uterte er Zehntkl\u00e4sslern der Willi-Graf-Realschule das Anliegen der Christlich-J\u00fcdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes und die Idee der Veranstaltung zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz. Er macht den Jugendlichen klar, dass an ein solch monstr\u00f6ses Ereignis wie den Holocaust nicht mit etwas \u00e4sthetisch Sch\u00f6nem, Wohlklingenden gedacht werden kann, wo man am Ende applaudiert \u00fcber die gelungenen Vortr\u00e4ge, Reden und Musikbeitr\u00e4ge. Prof. Jochum zitiert Friedrich Nietzsche: \u00bbNur was nicht aufh\u00f6rt, weh zu tun, bleibt im Ged\u00e4chtnis!\u00ab In der Johanniskirche ist alles auf den Kopf gestellt: Das synchrone Lesen an zwei Mikrophonen und die st\u00fcndlich dazu eingespielte schrille Musik sind kaum zu ertragen in unseren Ohren &#8211; auch die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen tut weh; man kann die gelesenen Worte kaum verstehen, wie man das Morden nicht verstehen kann. Die zeitliche Dauer der Veranstaltung von 0 bis 24 Uhr sprengt den Rahmen \u00fcblicher Veranstaltungen, so wie die Barbarei der Konzentrationslager alles bisher Dagewesene \u00fcbersteigt. Das Konzept f\u00fcr die Veranstaltung stammt vom Saarbr\u00fccker Musiker Ulrich Voss, der damit \u201eEine Klangstele f\u00fcr das H\u00f6ren gegen das Aufh\u00f6ren\u201c mit Kompositionen von Luigi Nono und Arvo P\u00e4rt schaffen will. Und an diesem Lesen gegen das Vergessen beteiligen sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Willi-Graf-Realschule auch in diesem Jahr am Holocaustgedenktag.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Klasse 10r3 reihen sich mit der Schulleiterin in der Johanniskirche in das 24-Stunden-Lesen ein. Sie tragen Gedichte und Texte von Paul Celan, Nelly Sachs, Rose Ausl\u00e4nder u.v.a. wider das Vergessen an Mikrofon 1 vor und lesen gleichzeitig an Mikrofon 2 aus dem \u00bbKalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945\u00ab, in dem Danuta Czech Ereignisse und Zahlen aus dem KZ zusammengetragen hat: \u00bb&#8230;.In dem Transport befinden sich 35 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren. Nach der Selektion werden 294 M\u00e4nner, die die Nummern 99211 bis 99504 erhalten, sowie 105 Frauen, die die Nummern 33928 bis 34032 erhalten, als H\u00e4ftlinge in das Lager eingewiesen. Die \u00fcbrigen 866 Menschen, unter ihnen 95 Kinder, werden in den Gaskammern get\u00f6tet&#8230;\u00ab (S.402). Nach 24 Stunden ist das Kalendarium erst zur H\u00e4lfte gelesen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bl\u00e4ttern in den ausgelegten B\u00fcchern und suchen in den Registern der ermordeten oder sonst zu Tode gekommenen Juden nach bekannten Namen oder nach j\u00fcdischen Familien aus dem Saarland, die deportiert wurden. Sie sind betroffen, zugleich packt sie der Wille, daran mitzuwirken, dass die schrecklichen Ereignisse weitergesagt werden, damit sie niemand leugnen oder vergessen soll. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lesen noch lange weiter, obwohl unserer \u00bbEinsatz\u00ab offiziell bereits beendet ist und die n\u00e4chsten Leser bereit stehen. Lea und Mara kommen am Nachmittag wieder mit Freunden vorbei, um weiterzulesen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">Damit sich dieser faschistische Terror gegen Juden oder andere Minderheiten, gegen Kranke und Andersdenkende nicht wiederholt, nehmen die Abschlussklassen der Willi-Graf-Realschule immer wieder an Veranstaltungen teil wie etwa an Kundgebungen in der Bahnhofstra\u00dfe zur Erinnerung an den Beginn bzw. das Ende der Weltkriege, die Flugblattaktion zum 70. Todestag von Willi Graf in der Europagalerie, einige haben sich bei den Kriegsgr\u00e4ber-Workcamps engagiert und werden auch am Camp in den Sommerferien auf Usedom dabei sein. Es waren auch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Abschlussklassen, die die Willi-Graf-Ausstellung im Foyer der Schule in einem Projekt erarbeitet und im Film \u00fcber Willi Graf von Regisseur Dr. Boris Penth mitgewirkt haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\"><span style=\"color: #000000;\">Die gesamte Schulgemeinschaft bedankt sich bei den engagierten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Klasse 10r3 f\u00fcr ihr Engagement!<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\"><span style=\"color: #000000;\">Ende M\u00e4rz werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 10 der Willi-Graf-Realschule das Konzentrationslager in Natzweiler-Struthof in Frankreich beisichtigen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Dr. Helene Neis<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0F\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Abbildung klicken Sie einfach auf das entsprechende Foto.<\/span><\/p>\n<h2>\u00a0{loadposition holocaust2015}<\/h2>\n<p style=\"margin-left: 0.04cm; margin-top: 0.05cm; margin-bottom: 0.05cm; line-height: 150%;\" align=\"JUSTIFY\">\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Abschlussklassen der Willi-Graf-Realschule lesen gegen das Vergessen Holocaustgedenktag am 27. 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