Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis
In „Der Märchenerzähler“ geht es um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Anna und Abel.
Durch Zufall findet Anna, eine 18jährige Abiturientin, eine Puppe unter dem Sofa des Kollegstufenzimmers ihrer Schule. Sie gehört Abels kleiner Schwester Micha. Glücklicherweise ist Abel, ein Mitschüler von Anna, auch in dem Raum und er will die Puppe seiner Schwester zurückgeben.
Als Anna Abel verfolgt, um sich zu vergewissern, dass das stimmt, lernt sie noch einen anderen Abel kennen. Einen Abel, der verantwortungsvoll gegenüber seiner Schwester ist und ein sehr guter Märchenerzähler sein kann.
Anna trifft sich nun öfter mit Abel und Micha und versucht ihn aus seiner Verschlossenheit zu reißen. Es werden aber mehrere Personen aus Abels näherem Umfeld mit einem Genickschuss erschossen aufgefunden. „Was ist wenn Abel der Mörder ist?“ ,fragt sich Anna.
Nun beginnt ein Abenteuer mit dem Ziel die Wahrheit zu finden. Dieses Abenteuer wird von Seite zu Seite spannender. Der Roman ist sehr realitätsnah geschrieben, man kann den eisigen winterlichen Wind beinah selbst spüren. Allerdings ist es kein Jugendroman, der Spaß und leichte Unterhaltung bietet. Dafür ist die Geschichte zu ernst. Oft sind die Gefühle Hoffnung und Verzweiflung mit im Geschehen integriert und bewirken gemischte Emotionen beim Leser. Der Roman regt selbst Tage danach über vieles zum Nachdenken an und ist ein Muss für alle, die gern Bücher mit Niveau lesen. Zumindest ist dies meine persönliche Empfindung dazu.
Alexandra Hamatschek

