Fairer Handel
Schokolade … immer noch gut?
Mit Unterstützung der Fairtrade- Initiative Saarbrücken hat die Willi-Graf- Realschule über fairen Handel informiert. Besonders intensiv behandelte man hierbei das Thema Schokolade, mit Infos über Kakaobohnen und ihrem Weg zur fertigen Schokolade und der in der Produktion weit verbreiteten Kinderarbeit.
Hier eine kleine Zusammenfassung:
In jedem Stück Schokolade, das wir essen, steckt Kakao. Knapp 70 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion stammen aus Westafrika. Doch auf den dortigen Kakoaplantagen sind illegale Kinderarbeit und Kindersklaven keine Seltenheit. Das hat vor drei Jahren der Journalist und Filmemacher Miki Mistrati in seiner ersten Dokumentation „Schmutzige Schokolade“ zum Thema aufgedeckt. Mit den Bildern konfrontiert, hat die Schokoladenindustrie zugesagt, illegale Kinderarbeit auf den Plantagen künftig nicht mehr zu dulden, an der Situation der Kinder hat sich aber bis heute praktisch nichts geändert.
Können wir Schokolade noch ohne schlechtes Gewissen essen? Oder sind zumindest zertifizierte Produkte auf alle Fälle eine gute Wahl? Schokolade ist also nicht gleich Schokolade. In vielen Tafeln steckt Kakao, der aus illegaler Kinderarbeit in Westafrika stammt. Wie erkenne ich das also als Verbraucher? Es gibt Kriterien, die bei der Entscheidungsfindung helfen. Eine Hilfe ist hier unumstritten, fair gehandelte Schokolade zu beziehen.
Natürlich kann nicht jeder einem Bauern in Südamerika oder Afrika den Kakao direkt abkaufen, aber wenn Schokolade aus Fairem Handel stammt, kann man helfen z.B. mit EL CEIBO ( Produzentengenossenschaft für Kakao und Kakaoprodukte in Bolivien). Wenn man die Bauern und ihre Familien unterstützen will, sollte man beim Einkauf besonders darauf achten.
Wie erkennt man fair gehandelte Produkte?
Man muss sich eine Tafel Schokolade schon etwas genauer anschauen, wenn man herausfinden will, ob sie aus Fairem Handel stammt. Wenn eines dieser Symbole abgebildet ist, kann man sich sicher sein. Fair gehandelte Schokolade bekommt man auf jeden Fall im Weltladen, z.B. von El Puente (Importeur und Vertrieb für fair gehandelte Produkte). Auch im Bioladen bekommt man Schokolade mit dem „Hand in Hand“ Symbol. Das Besondere von El Puente und Hand in Hand ist, dass die Produkte nicht nur aus Fairem Handel, sondern zusätzlich aus ökologischem Anbau stammen.
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