Am 16. Dezember 2025 fuhren die beiden 12er Grundkurse Politik mit den Politiklehrern Frau Stalter, Herr Kallenborn und Frau Radermacher nach Straßburg. Im Mittelpunkt stand der Besuch des Europäischen Parlaments, aber auch ein Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt und über den Weihnachtsmarkt waren eingeplant.
Um 14 Uhr stellte sich die Gruppe am Eingang des Parlaments an, dabei wurde schon deutlich, dass es ein sehr hektischer Besuch sein wird. Das Interesse an einem Besuch des Parlaments ist offensichtlich sehr groß und die Abläufe vor und im Parlament entsprechend eng getaktet.
Jeder Gast bekam beim Einlass einen Besucherausweis aufgrund seiner vorab übermittelten Daten. Danach holte uns die Referentin, eine langjährige Mitarbeiterin der Europäischen Kommission und auch zuständig für die Fortbildung der neuen Parlamentsabgeordneten, ab und führte uns durch das Gebäude, machte uns auf bauliche Besonderheiten aufmerksam, die auch als Statement für die politische Bedeutung des Parlaments stehen. Auch da zeigte sich eine gewisse Hektik, da die verschiedenen internationalen Gruppen einem sehr eng getakteten Zeitplan folgen mussten, der uns durch begleitendes Personal mit Blick auf die Uhr kundgetan wurde. So blieb auch in der Vortrags- bzw. Fragestunde mit der Referentin kaum Zeit, um auf tiefergehende Aspekte einzugehen.
Zum Abschluss besuchte die Gruppe – auch hier genau eine halbe Stunde lang- das Plenum. Dieser Raum ist besonders beeindruckend und wir konnten Abgeordnete aus verschiedenen Nationen am Rednerpult hören, die sich zu dem Thema „Förderung des sozialen Wohnungsbaus“ äußerten. Dass man sie auch in seiner eigenen Sprache versteht, das leisteten Simultanübersetzer, deren Übersetzung man mithilfe von Kopfhörern verfolgen konnte. Das Prozedere am Ausgang, wo man sich mithilfe des Besucherausweises nochmal abmelden musste, zeigte uns, wie hoch die Sicherheitsmaßnahmen auch hier im Parlament sind.
Insgesamt war es ein interessanter Tag, von dem jeder Schüler und jede Schülerin mit Sicherheit etwas mitgenommen hat. Auch die Erkenntnis, dass das Europäische Parlament nicht nur „Unterrichtsstoff“ ist, sondern wirklich existiert und offensichtlich sehr nachgefragt ist bei der Bevölkerung.
Christina Radermacher
